Kiga-Ordnung

Ordnung für die Kindertagesstätte Max & Moritz

Nachfolgende Ordnung gilt für die Kindertagesstätte Max & Moritz in 66981 Münchweiler. Die Arbeit in unserem Kindergarten richtet sich nach dieser Ordnung und den geltenden gesetzlichen Bestimmungen mit den hierzu erlassenen staatlichen Richtlinien in der jeweils gültigen Fassung.

1. Kindertageseinrichtungen sind nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) Einrichtungen, in denen sich Kinder für einen Teil des Tages oder ganztags aufhalten und in Gruppen gefördert werden. Dazu zählen:

1.1 Kinderkrippen für Kinder bis zum vollendeten 3. Lebensjahr;
1.2 Kindergärten für vorwiegend Kinder vom vollendeten 3. Lebensjahr bis zum Schuleintritt;
1.3 Kinderhorte für Kinder im Schulalter.
1.4 Altersgemischte Tageseinrichtungen, in denen Kinder verschiedener Altersgruppen (Schulkinder, 3- bis 6jährige und/oder unter 3jährige Kinder) gemeinsam im Haus oder in den einzelnen Gruppen betreut werden.
1.5 Integrative Tageseinrichtungen für Kinder

2. Den Eltern im Sinne dieser Ordnung stehen die Personensorgeberechtigten und Erziehungsberechtigten gleich.

3. Aufnahmebedingungen

3.1 Die Aufnahme der Kinder in die Tageseinrichtung erfolgt soweit Plätze vorhanden sind. Die Zahl der Plätze ergibt sich aus der Betriebserlaubnis der zuständigen staatlichen Behörden und der Einrichtungskonzeption unter Berücksichtigung des vorhandenen Fachpersonals. Der Einzugsbereich des Kindergartens ergibt sich aus dem Bedarfsplan des örtlichen Jugendamtes. Über die Aufnahme der Kinder entscheidet die Kindergartenleitung im Rahmen der vom Träger im Benehmen mit dem Elternbeirat festgelegten Aufnahmebestimmungen. Die Reihenfolge bei der Vergabe von Plätzen richtet sich nach dem Anmeldedatum. Bei sozialen Härtefällen kann die Vergabereihenfolge geändert werden. Bei Beanspruchung eines Ganztagsplatzes, entscheidet der Träger der Kindertagesstätte anhand folgender Kriterien: Arbeitsverhältnis, Berufsausbildung, Studium, Schulausbildung, etc., besondere Notsituation, über die Vergabe dieser angebotenen Leistung. Entsprechende Nachweise sind auf Verlangen des Trägers vorzulegen. Ist die nach der Betriebserlaubnis festgelegte Höchstbelegzahl erreicht, können weitere Aufnahmen erst nach Freiwerden von Plätzen erfolgen.
3.2 In einem Anmeldegespräch haben die Eltern die Möglichkeit, sich vor der endgültigen Aufnahme über die Einrichtung und deren pädagogische Arbeit zu informieren. Bei diesem Gespräch werden sie über die Konzeption der Einrichtung, die Bestimmungen der Kindergartenordnung und die auszufüllenden Formulare hingewiesen. Im abzuschließenden Betreuungsvertrag erklären sie ihr Einverständnis mit der Kindertagesstätten-ordnung.
3.3 Kinder, die körperlich, geistig oder seelisch behindert oder von Behinderung bedroht sind, oder Kinder mit Entwicklungs-verzögerungen, können in die Kindertageseinrichtung aufgenommen werden, wenn ihren besonderen Bedürfnissen Rechnung getragen werden kann und die Gesamtsituation der übrigen Gruppe/Einrichtung dies zulässt. Über die Aufnahme entscheidet im Einzelfall der Träger im Einvernehmen mit der Leitung. Hierzu ist eine kooperative Zusammenarbeit aller Beteiligten (Träger, pädagogische Fachkräfte, Eltern) sowie der sozialen Dienste (wie z. B. Frühförderstellen, Arbeitsstelle für Integration, Erziehungsberatung, Logopäden) erforderlich. Eine Probezeit kann mit den Eltern des Kindes  vereinbart werden.
3.4 Kinder, die von der Grundschule zurückgestellt werden, verbleiben nach Möglichkeit bis zum nächsten Einschulungstermin in der Kindertagesstätte
3.5 Folgende Unterlagen sind bis zum Tag der Aufnahme vorzulegen:
3.5.1 Betreuungsvertrag
Dieser muss vollständig ausgefüllt und unterschrieben sein (Anlage 1)
Dadurch kommt der Betreuungsvertrag mit dem Träger zustande.
3.5.2 Einverständniserklärung
zum Abholverfahren, zum Weg zur Einrichtung und Nachhauseweg (Anlage 2);
3.5.3 Verpflichtung der Eltern
bei übertragbaren Krankheiten des Kindes und/oder eines Angehörigen in der Familie gem. § 34 IfSG (Anlage 3);
3.5.4 Einzugsermächtigung (Anlage 5);
3.5.5 Erklärung zur Ermäßigung des Elternbeitrags
Die Eltern verpflichten sich, Änderungen, insbesondere der Personensorge, der Anschrift, der Telefonnummer und der Zahl der Kinder in der Familie umgehend mitzuteilen
Einverständniserklärungen (Anlage 4).
3.6  Zum Zwecke der statistischen Erhebungen der Zuschussgeber und der regionalen Jugendhilfeplanung des zuständigen Jugendamtes können personenbezogene Daten des Kindes (Geburtsdatum, Name, etc.) vom Träger an die entsprechenden Stellen übermittelt werden.
3.7. Die Personensorgeberechtigten verpflichten sich, Änderungen in der Personensorge sowie Änderungen der Anschrift, der privaten und geschäftlichen Telefonnummern der Leitung des Kindergartens unverzüglich mitzuteilen, um bei plötzlicher Krankheit des Kindes oder in Notfällen erreichbar zu sein.

4.  Öffnungs- und Schließzeiten

Beginn und Ende des Kindergartenjahres richtet sich nach den jeweiligen Sommerferien der Schule. ( 01.08. bzw.01.09.)
4.1  Die Öffnungszeiten werden vom Träger nach Anhörung des Elternausschusses festgelegt.
Unsere aktuellen Öffnungszeiten sind
Bringzeit ab 8.00 Uhr
Für berufstätige Eltern 7.15 Uhr (7.00 Uhr bei Bedarf)
 Abholzeit 11.30 -12.00 Uhr
Für berufstätige Eltern 12.00 -13.00 Uhr / 16.00-17.15
Verlängertes Vormittagsangebot bis 14.00 Uhr
Ganztagsplatz   7.15 Uhr bis 17.15 Uhr

4.2  An Samstagen, Sonn- und Feiertagen ist die Einrichtung ganztägig geschlossen.
4.3 Die Ferienzeiten werden vom Träger der Kindertagesstätte nach Anhörung des Elternbeirates festgelegt.
Um den pädagogischen Fachkräften den ihnen zustehenden tariflichen Urlaub gewähren zu können, ist die Einrichtung in den Sommerferien 3 Wochen geschlossen.
Um dem Betreuungsbedarf insbesondere berufstätiger Eltern nachzukommen gibt es eine Kooperationsvereinbarung mit der Kindertagesstätte St. Georg. Sollte ein entsprechender Betreuungsbedarf seitens der Eltern bestehen ist dieser acht Wochen vor den Sommerferien anzumelden.
4.4  Alle Schließtage der Kindertageseinrichtung, auch außerhalb der Sommerferien, werden vom Träger nach Anhörung des Elternausschusses festgelegt und durch Aushang bekannt gegeben.
4.5 Eine etwa erforderliche zusätzliche vorübergehende Schließung der Einrichtung oder einzelner Gruppen, z.B. wegen Krankheit, behördlicher Anordnung, Fachkräftemangel oder betrieblicher Mängel, wird den Eltern unverzüglich mitgeteilt.

5.  Besuch der Einrichtung

5.1 Im eigenen Interesse sollte das Kind regelmäßig die Einrichtung besuchen. (Bringzeit bis 9.00 Uhr).Fehlt ein Kind länger als
3 Tage, ist die Gruppenleitung zu benachrichtigen. Die Kinder sollen nicht vor der Öffnungszeit im Kindergarten eintreffen
sie sollen pünktlich zu den genannten Abhol- und Bringzeiten gebracht bzw. abgeholt werden.
5.2  Die Kinder sollen für den Besuch der Einrichtung entsprechend strapazierfähige Kleidung tragen, die zum Spielen in der Gruppe und im Außengelände geeignet ist und das selbständige An- und Ausziehen erleichtert.
5.3  Spezielle Dinge, wie Verpflegung, Turnkleidung, Malkleidung usw. werden in Absprache mit den pädagogischen Fachkräften besonders geregelt. Es wird empfohlen Kleidung und mitgebrachte Gegenstände mit dem Namen des Kindes zu kennzeichnen.
5.4  Bei Kleinkindern ist es notwendig, dass die Eltern ausreichend Wechselwäsche für ihr Kind in der Einrichtung hinterlegen. Bei Wickelkindern müssen Windel, Feuchttücher und Wechselkleidung dauerhaft durch die Eltern bereitgestellt werden.
5.5  Die Einrichtung verfügt über genügend Spielzeug und Bastelmaterial, so dass die Kinder eigene Spielsachen nicht mitbringen sollen.
5.6  Für den Verlust oder die Beschädigung von Kleidern, Brillen, Fahrrädern, Spiel- und Wertgegenständen oder sonstigen von den Kindern mitgebrachten Gegenständen wird keine Haftung übernommen.
5.7  Mit den Kindern können während des Aufenthaltes in der Kindertageseinrichtung auch spontane Spaziergänge im Umfeld bzw. im Wohnort (z. B. zum Spielplatz, zum Einkaufen) ohne vorherige Ankündigung unternommen werden. Über andere Aktivitäten (z.B. Teilnahme an Festumzügen, Ausflüge und Fahrten mit dem PKW oder öffentlichen Verkehrsmitteln, Besuch von Einrichtungen außerhalb des Wohnortes) werden die Eltern vorab informiert.
(Anlage 4)
5.8 Zur Darstellung der pädagogischen Arbeit können Fotos, Video und Tonaufnahmen von Kindern innerhalb der Kindertageseinrichtung ausgehängt oder bei Elternabenden gezeigt werden.

6.  Krankheitsfall

6.1  Die Eltern verpflichten sich, das Fernbleiben ihres Kindes unverzüglich zu melden. Die Entschuldigung kann mündlich, fernmündlich oder schriftlich erfolgen.
6.2  Bei ersten Krankheitsanzeichen, z.B. Fieber, Erbrechen, Husten, Halsschmerzen, Auftreten von Hautausschlägen, Durchfall, dürfen die Kinder nicht in die Kindertagesstätte gebracht werden, auch und gerade im Interesse der Kinder.
6.3  In schwerwiegenden Krankheitsfällen eines Kindes, kann die Leitung den Besuch der Kindertagsstätte untersagen.
6.4  Die Verabreichung von Medikamenten durch pädagogische Fachkräfte der Kindertageseinrichtung ist nicht möglich.
Wir bitten, die benötigten Medikamente Ihrem Kind, wenn irgend möglich zu Hause zu verabreichen. Die Verabreichung von Medikamenten durch das KiTa – Personal, erfolgt nur nach Vorlage einer ärztlichen Verordnung mit genauem Hinweis auf die zu verabreichenden Dosis.
Zecken werden sofort nach dem Entdecken von uns entfernt und mit dem Desinfektionsmittel Octanisept desinfiziert.
6.5  Sh. Merkblatt Belehrung für Eltern und sonstige Sorgeberechtigte gem.§34 Abs.5 S. 2 Infektionsschutzgesetz(IfSG) und Anlage 3
BITTE LESEN SIE SICH DIESES MERKBLATT SORGFÄLTIG DURCH

Belehrung für Eltern und sonstige Sorgeberechtigte gem. §34 Abs. 5 S. 2 Infektionsschutzgesetz ( IfSG)

Wenn Ihr Kind eine ansteckende Erkrankung hat und dann die Schule oder andere Gemeinschaftseinrichtungen (GE) besucht, in die es jetzt aufgenommen werden soll, kann es andere Kinder, Lehrer, Erzieher oder Betreuer anstecken. Außerdem sind gerade Säuglinge und Kinder während einer Infektionskrankheit abwehrgeschwächt und können sich
dort noch Folgeerkrankungen (mit Komplikationen) zuziehen.
Um dies zu verhindern, möchten wir Sie mit diesem Merkblatt über Ihre Pflichten, Verhaltensweisen und das übliche Vorgehen unterrichten, wie sie das Infektionsschutzgesetz vorsieht. In diesem Zusammenhang sollten Sie wissen, dass Infektionskrankheiten in der Regel nichts mit mangelnder Sauberkeit oder Unvorsichtigkeit zu tun haben. Deshalb bitten wir Sie stets um Offenheit und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Das Gesetz bestimmt, dass Ihr Kind nicht in die Schule oder andere GE gehen darf, wenn

1. es an einer schweren Infektion erkrankt ist, die durch geringe Erregermengen verursacht wird. Dies sind nach der Vorschrift: Diphtherie, Cholera, Typhus, Tuberkulose und Durchfall durch EHEC-Bakterien. Alle diese Krankheiten kommen bei uns in der Regel nur als Einzelfälle vor (außerdem nennt das Gesetz noch virusbedingte
hämorrhagische Fieber, Pest und Kinderlähmung. Es ist aber höchst unwahrscheinlich, dass diese Krankheitserreger in Deutschland übertragen werden);
2. eine Infektionskrankheit vorliegt, die in Einzelfällen schwer und kompliziert verlaufen kann, dies sind Keuchhusten, Masern, Mumps, Scharlach, Windpocken, Hirnhautentzündung durch Hib-Bakterien, Meningokokken-Infektionen, Krätze, ansteckende Borkenflechte, Hepatitis A und bakterielle Ruhr;
3. ein Kopflausbefall vorliegt und die Behandlung noch nicht abgeschlossen ist;
4. es vor Vollendung des 6. Lebensjahres an einer infektiösen Gastroenteritis erkrankt ist oder ein entsprechender Verdacht besteht.
Die Übertragungswege der aufgezählten Erkrankungen sind unterschiedlich.
Viele Durchfälle und Hepatitis A sind sogenannte Schmierinfektionen. Die Übertragung erfolgt durch mangelnde Händehygiene sowie durch verunreinigte Lebensmittel, nur selten durch Gegenstände (Handtücher, Möbel, Spielsachen). Tröpfchen- oder „fliegende“ Infektionen sind z.B. Masern, Mumps, Windpocken und Keuchhusten. Durch Haar- ,Hautund
Schleimhautkontakte werden Krätze, Läuse und ansteckende Borkenflechte übertragen.
Dies erklärt, dass in Gemeinschaftseinrichtungen (GE) besonders günstige Bedingungen für eine Übertragung der genannten Krankheiten bestehen. Wir bitten Sie also, bei ernsthaften Erkrankungen Ihres Kindes immer den Rat Ihres Haus- oder Kinderarztes in Anspruch zu
nehmen (z.B. bei hohem Fieber, auffallender Müdigkeit, wiederholtem Erbrechen, Durchfällen länger als einen Tag und anderen besorgniserregenden Symptomen). Er wird Ihnen – bei entsprechendem Krankheitsverdacht oder wenn die Diagnose gestellt werden konnte – darüber Auskunft geben, ob Ihr Kind eine Erkrankung hat, die einen Besuch der GE nach dem Infektionsschutzgesetz verbietet.
Muss ein Kind zu Hause bleiben oder sogar im Krankenhaus behandelt werden, benachrichtigen Sie uns bitte unverzüglich und teilen Sie uns auch die Diagnose mit, damit wir zusammen mit dem Gesundheitsamt alle notwendigen Maßnahmen ergreifen können, um einer Weiterverbreitung der Infektionskrankheit vorzubeugen.Viele Infektionskrankheiten haben gemeinsam, dass eine Ansteckung schon erfolgt,bevor typische Krankheitssymptome auftreten. Dies bedeutet, dass Ihr Kind bereits Spielkameraden, Mitschüler oder Personal angesteckt haben kann, wenn es mit den ersten Krankheitszeichen zu Hause bleiben muss. In einem solchen Fall müssen wir die Eltern der übrigen Kinder anonym über das Vorliegen einer ansteckenden Krankheit informieren. Manchmal nehmen Kinder oder Erwachsene nur Erreger auf, ohne zu erkranken. Auch
werden in einigen Fällen Erreger nach durchgemachter Erkrankung noch längere Zeit mit dem Stuhlgang ausgeschieden oder in Tröpfchen beim Husten und durch die Ausatmungsluft übertragen. Dadurch besteht die Gefahr, dass sie Spielkameraden, Mitschüler oder das Personal anstecken. Im Infektionsschutzgesetz ist deshalb vorgesehen,
dass die „Ausscheider“ von Cholera-, Diphtherie-, EHEC-, Typhus-, Paratyphus- und Shigellenruhr- Bakterien nur mit Genehmigung und nach Belehrung des Gesundheitsamtes wieder in eine GE gehen dürfen.
Auch wenn bei Ihnen zu Hause jemand an einer schweren oder hochansteckenden Infektionskrankheit leidet, können weitere Mitglieder des Haushaltes diese Krankheitserreger schon aufgenommen haben und dann ausscheiden, ohne selbst erkrankt zu sein. Auch in diesem Fall muss Ihr Kind zu Hause bleiben. Wann ein Besuchsverbot der Schule oder einer anderen GE für Ausscheider oder ein möglicherweise infiziertes aber nicht erkranktes Kind besteht, kann Ihnen Ihr behandelnder Arzt oder Ihr Gesundheitsamt mitteilen. Auch in diesen beiden genannten Fällen müssen Sie uns benachrichtigen.
Gegen Diphtherie, Masern, Mumps, (Röteln), Kinderlähmung, Typhus und Hepatitis A stehen Schutzimpfungen zur Verfügung. Liegt dadurch ein Schutz vor, kann das Gesundheitsamt in Einzelfällen das Besuchsverbot sofort aufheben. Bitte bedenken Sie, dass ein optimaler Impfschutz jedem Einzelnen sowie der Allgemeinheit dient. Sollten Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Haus- oder Kinderarzt oder an Ihr Gesundheitsamt. Auch wir helfen Ihnen gerne weiter.

6.6 Die Leitung der Kindertageseinrichtung ist verpflichtet, bei übertragbaren Krankheiten i. S. des IfSG unverzüglich Meldung an das zuständige Gesundheitsamt zu machen.

7. Aufsicht und Nachhauseweg

7.1 Den pädagogischen Fachkräften obliegt die Aufsichtspflicht für die ihnen anvertrauten Kinder während der Zeit ihres Aufenthaltes in der Kindertageseinrichtung einschließlich der Ausflüge, Spaziergänge, Besichtigungen u. ä. Die Wahrnehmung der Aufsichtspflicht richtet sich nach dem Entwicklungsstand und der Persönlichkeit des Kindes. Nach Ermessen der Erzieher/innen wird es einzelnen Kindern gestattet außerhalb der betreuten Gruppe zu spielen (jedoch innerhalb des Kindergartengeländes)
7.2 Die Aufsichtspflicht der pädagogischen Fachkräfte beginnt mit der Ankunft bzw. mit der Übernahme des Kindes in der Einrichtung und endet mit dem Verlassen bzw. der Übergabe. Die Kinder sind unbedingt bei einem/er Erzieher/in an -und abzumelden. Für den Weg von und zur Kindertageseinrichtung sind die Eltern allein verantwortlich; im Übrigen besteht keine Verpflichtung der Kindertageseinrichtung, die Kinder abzuholen oder nach Hause zu bringen.
7.3 Die schriftliche Erklärung der Eltern (Anlage 2) darüber, wer das Kind abholen darf, ist verbindlich. Änderungen müssen der Leitung schriftlich/mündlich oder telefonisch mitgeteilt werden.
7.4 Soll das Kind alleine nach Hause gehen, ist zwischen Einrichtungsleitung und Eltern Einvernehmen herzustellen. Darüber hinaus bedarf es der schriftlichen Erklärung der Eltern, wenn das Kind den Nachhauseweg allein antreten darf (Anlage 2).
7.5 Bei gemeinsamen Veranstaltungen (z.B. Festen, Ausflügen) sind die anwesenden Eltern für ihre Kinder aufsichtspflichtig, sofern vorher keine andere Absprache getroffen wurde.
7.6 Kinder, die sich vor oder nach der Öffnungszeit auf dem Kindergartengrundstück befinden, unterstehen nicht der Aufsichtspflicht des Kindergartenpersonals
7.7 Besuchskinder unterstehen der Aufsichtspflicht des Kindergartenpersonals.

8.  Versicherungen

8.1 Die Kinder der Kindertageseinrichtung sind auf dem direkten Weg und während des Aufenthaltes in der Einrichtung sowie bei Veranstaltungen im Verantwortungsbereich der Einrichtung für Personenschäden gesetzlich unfallversichert (§ 2 Abs. 1 Nr. 8 a SGB VII).
8.2 Für den Kindergarten besteht eine Haftpflichtversicherung. Sie deckt alle Schäden innerhalb der Kindergartenarbeit ab, die auf ein Verschuldendes Trägers oder seiner Mitarbeiter/innen zurückzuführen sind. Schäden, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit der Kindergartenarbeit entstehen, sind nicht versichert.
8.3 Unfälle auf dem Hin- und Rückweg zur Einrichtung sind unverzüglich, spätestens jedoch am Tag nach dem Unfall, der Leitung zu melden, damit eine Schadensreglung eingeleitet werden kann.

9. Bildungs- und Lerndokumentationen

9.1 Die Beobachtung der Entwicklungsfortschritte der einzelnen Kinder gehört zum Alltag der Kindertageseinrichtung. Regelmäßige Beobachtungen ergeben eine Reihe von Momentaufnahmen in der Lern- und Entwicklungsgeschichte des jeweiligen Kindes. Der Austausch über diese Beobachtungen im Team ermöglicht es, das einzelne Kind in seinen Entwicklungs- und Bildungsprozessen weiter zu unterstützen, zu fördern und zu fordern.
9.2 Die durch diese Beobachtungen gewonnenen Beschreibungen und die Ergebnisse der Reflexionen im Team werden schriftlich festgehalten und – ergänzt durch Werke des Kindes – in einer Dokumentation für das jeweilige Kind gesammelt. Dabei geht es um das Ziel, Bildungsprozesse und Lernfortschritte beim einzelnen Kind zu erkennen, um damit eine solide Grundlage zu haben, wie das einzelne Kind in seiner weiteren Entwicklung gezielt unterstützt werden kann. Diese Dokumentation bietet auch einen guten Ausgangspunkt für das Gespräch der pädagogischen Fachkraft mit den Eltern.
9.3 Den Eltern steht jederzeit der Einblick in die Dokumentationsunterlagen ihres Kindes zu. Ohne die Einwilligung der Eltern dürfen Informationen daraus nicht an Dritte weitergegeben werden und die gesamte Dokumentation wird ihnen auf Anforderung bzw. spätestens, wenn das Kind die Kindertageseinrichtung verlässt, ausgehändigt. Andere Personen und Institutionen (Grundschule, Lehrkräfte, Jugendamt etc.) können die Vorlage dieser Dokumentation nicht einfordern.
9.4 Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung

Die Kindertagesstätte ist beauftragt, den Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII wahrzunehmen. Zur Wahrnehmung und Umsetzung des Schutzauftrages in Kindertagesstätten, gemäß §8a SGBVIII in Verbindung mit § 72a SGBVII zur Überprüfung der persönlichen Eignung von Mitarbeitern, hat der Träger eine Vereinbarung mit dem Landkreis Südwestpfalz als Träger des Jugendamtes geschlossen. Die zur Umsetzung entwickelte Arbeitshilfe findet in unserer Einrichtung Anwendung.

10. Zusammenarbeit mit den Eltern und mit der Schule

10.1 Um für das Kind den Aufenthalt in der Kindertageseinrichtung so positiv wie möglich gestalten zu können, ist die Zusammenarbeit mit den Personen, die für das Leben ihres Kindes von unmittelbarer Bedeutung sind, unerlässlich, insbesondere mit den Eltern. Dazu bieten die pädagogischen Fachkräfte der Kindertageseinrichtung vielfältige Möglichkeiten, die in entsprechender Weise genutzt werden sollten.
10.2 Insbesondere der Elternausschuss fördert die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kindertageseinrichtung. Er berät den Träger und die Leitung in allen wesentlichen Fragen der Arbeit und kann Anregungen zur Gestaltung und Organisation der Einrichtung geben. Die Amtszeit dieses Ausschusses dauert ein Jahr. Er wird jeweils im September/Oktober gewählt.
10.3 Im letzten Betreuungsjahr in der Kindertageseinrichtung ist die Zusammenarbeit mit der Grundschule ein wesentlicher Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Daher gibt es auch Kontakte zwischen den pädagogischen Fachkräften der Einrichtung und den Lehrer/innen in den Schulen im Einzugsbereich.

11. Elternbeitrag

11.1 Der nach den geltenden gesetzlichen Vorschriften geforderte Elternbeitrag trägt zur Personalkostenfinanzierung der Kindertageseinrichtung bei. Er ist monatlich zu  entrichtet,  auch während der Schließungszeiten, wie in den Ferien, bei Krankheit und sonstiger Abwesenheit des Kindes.
11.2 In Rheinland-Pfalz ist seit dem 01.08.2010 in den Kindergärten für alle Kinder vom vollendeten 2. Lebensjahr bis zum Schuleintritt kein Elternbeitrag mehr zu entrichten. Im Krippenbereich bleibt es bei einem Elternbeitrag.
Darüber hinaus gewähren staatliche Stellen bei mehreren Kindern in einer Familie, für die Kindergeld bezogen wird, Beitragsermäßigungen. (Anlage 6)
11.3 Bei Familien mit geringem Einkommen kann in besonderen Ausnahmefällen der Elternbeitrag ermäßigt werden. Anträge sind beim zuständigen Jugendamt bzw. Sozialamt zu stellen. Gegebenenfalls kann die Leitung hierzu Auskünfte erteilen.
11.4 Neben dem Elternbeitrag wird bei ganztägigem Besuch der Einrichtung auch über Mittag mit Mittagessen ein monatlicher Verpflegungsbeitrag erhoben
11.5 Pflegeartikel sind entsprechend dem individuellen Pflegebedarf des Kindes mitzubringen
11.6 Die Höhe des aktuellen monatlichen Elternbeitrags und die Höhe des Verpflegungsbeitrags sowie deren Änderung werden vom Träger den Eltern schriftlich oder durch Aushang mitgeteilt.
11.7 Alle Beiträge sind im Voraus, spätestens bis zum 5. eines jeden Monats zu entrichten.
11.8 Um das Abrechnungsverfahren zu vereinfachen, bietet der Träger das Bankeinzugsverfahren an (siehe Anlage 5).
Im Fall von ausstehenden Elternbeiträgen kann das zuständige Jugendamt darüber informiert werden, falls nach Erinnerung keine Zahlung erfolgt ist.
11.9 Der Elternbeitrag trägt zur Finanzierung der Personalkosten bei. Er ist daher auch während den Ferien und bei Krankheit des Kindes zu zahlen, wenn diesem der Platz erhalten werden soll.

Die Verpflichtung zur Zahlung der Elternbeiträge besteht ab dem Zeitpunkt der Aufnahme des Kindes in den Kindergarten für jeden Monat zum 01. des jeweiligen Monats.
Der Kostenbeitrag für das Mittagessen in der Kindertagesstätte wird vom Gemeinderat festgelegt und ist auch bei nicht rechtzeitiger Abmeldung des Kindes (spätestens bis morgens 09.00 Uhr) zu entrichten.

Die Gremien des Landkreises Südwestpfalz haben die Elternbeiträge ab 01.01.2004 in folgender Höhe festgesetzt Beitrag für ein Kind aus einer
1-Kind Familie 2-Kind Familie 3-Kind Familie Familie mit 4 und mehr Kindern
Beitrag für einen Teilzeitplatz (Vor-und Nachmittagsbetreuung oder verlängertes Vormittagsangebot)  

81,00 €

 

54,00 €

 

27,00 €

 

beitragsfrei

Beitrag für einen Ganztagsplatz (Durchgehende Betreuung )  

135,00 €

 

90,00 €

 

45,00 €

 

beitragsfrei

Beitrag für die Krippenbetreuung  

135,00 €

 

90,00 €

 

45,00 €

 

beitragsfrei

Die aufgeführten Beträge gelten für jedes Kind einer Familie, das den Kindergarten besucht.
Die Änderung der Anzahl der Kinder in einer Familie ist der Kindergartenleitung unverzüglich schriftlich mitzuteilen. Im Falle der Geburt eines weiteren Kindes wird die Ermäßigung ab dem Folgemonat gewährt, in dem die Personenstandsänderung erfolgte.
Familien mit vier und mehr Kindern;
Für Familien, die für vier und mehr Kinder Kindergeld beziehen oder z.B. Kinderzuschuss zur Rente erhalten, wird auch weiterhin generell kein Elternbeitrag erhoben. Ein gesonderter Antrag ist hierfür nicht erforderlich.

12. Abmeldung/Kündigung

12.1  Die Eltern können den Betreuungsvertrag mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende schriftlich kündigen. Dies gilt auch, wenn kein Elternbeitrag zu entrichten ist.
12.2 Einer Kündigung bedarf es nicht, wenn ein schulpflichtiges Kind zum Ende des Kindergartenjahres die Einrichtung verlässt.
12.3  Für die beiden letzten Monate des Kindergartenjahres vor Übertritt in die Schule ist eine Kündigung nicht zulässig.
12.4  Der Einrichtungsträger kann den Betreuungsvertrag mit einer Frist von 4 Wochen zum Monatsende unter Angabe eines Grundes schriftlich kündigen. Kündigungsgründe können u.a. sein:

1. das unentschuldigte Fehlen eines Kindes über einen längeren Zeitraum von mehr als vier Wochen;
2. dass das Kind besonderer Hilfe bedarf, die von der Kindertageseinrichtung nicht geleistet werden kann,
3. dass die Personensorgeberechtigten trotz vorheriger schriftlicher Mahnung ihren Verpflichtungen aus dem Betreuungsvertrag nicht oder nicht vollständig nachkommen,
4. ein Zahlungsrückstand des Eltern- oder Verpflegungsbeitrag über 2 Monatsbeiträge trotz schriftlicher Mahnung besteht,
5. wenn nicht ausräumbare erhebliche Auffassungsunterschiede zwischen Eltern, Träger und Leitung über das Erziehungskonzept bestehen, so dass eine dem Kind angemessene Förderung  trotz mehrfacher Einigungsbemühungen nicht mehr möglich ist und die Fortsetzung des Betreuungsvertrages  dem Träger nicht zumutbar ist.

13. Inkrafttreten

Vorstehende Ordnung für die Kindertagesstätte Max & Moritz tritt mit Wirkung vom 01.03.2013 in Kraft.

 

Checkliste
o Feste Hausschuhe
o Gummistiefel, ,Matschhose ,-jacke
o Ersatzkleidung
o Turnbeutel mit Turnhose ,-schuhe und T-Shirt
o 3 Fotos für Klammer, Portfolioordner und Garderobe
o Kleines Fotobuch der Familie
o Windeln
o Feuchte Tücher
o Im Sommer Sonnenmütze ,Sonnencreme  und Badekleidung
o Im Winter Schneeanzug
o Für Ausflüge , Waldtag oder Schwimmen einen Rucksack und festes Schuhwerk
o Für Kinder die hier schlafen : Schlafanzug , Kuscheltier eventuell Schnuller
Bitte  kennzeichnen Sie alle persönlichen Dinge mit Namen Ihres  Kindes!!!

 

Anlage 1
Betreuungsvertrag
zwischen der Ortsgemeinde Münchweiler als
Kindertagesstättenträger und
Familie  ______________________________
Adresse  ______________________________
für das Kind ______________________________
geboren am  ______________________________

Tag des Eintritts in die Kindertagesstätte  _____________
Voraussichtliche Einschulung    _____________

(Bitte ankreuzen)
O TZ- Platz O GZ- Platz  O Verlängertes Vormittagsangebot

Die Eltern haben die Kindertagesstättenordnung erhalten. Sie verpflichten sich mit ihrer Unterschrift diese einzuhalten.
Münchweiler, den

________________________________
Unterschrift der Eltern

_________________   ____________________
Unterschrift des Trägers   Unterschrift der Kita-Leitung

 

Anlage 2
Erklärung der Erziehungsberechtigten über den Kindergartenweg
Das Kind _______________________________________________
wird abgeholt von  _______________________________________________
_______________________________________________
_______________________________________________
_______________________________________________

Falls das Kind von einer anderen Person abgeholt werden soll , bitten wir um kurze schriftliche /telefonische Mitteilung.

Das Kind _______________________________________________ darf den Weg von und zur Kindertagesstätte alleine gehen.
___________  ______________  ________________________
Ort                         Datum                           Unterschrift beider Erziehungsberechtigter

 

Anlage 3
Verpflichtung der Erziehungsberechtigten bezüglich übertragbarer Krankheiten in der Familie

Ich verpflichte mich, mein Kind /Wir verpflichten uns, unser Kind

Name   _________________

Vorname   _________________

Geburtsdatum _________________

sofort zum Besuch des Kindergartens zurück.

___________  ______________  ________________________
Ort                         Datum                           Unterschrift beider Erziehungsberechtigter

 

Anlage 4
Einverständniserklärung 

Bitte ankreuzen

Mitfahrgelegenheit mit Privat –Pkw                                 O Ja O Nein
Bei Projekten wie z.B. Besuch einer Praxis
O der Eltern
O der Erzieher

Die Beteiligung ihres Kindes
Bei der Herstellung von Speisen und Getränken im Rahmen von besonderen Projekttagen wie beispielsweise: Plätzchen backen, herstellen von Obstsalat usw.
O Ja O Nein

Der Verzehr von Speisen
die anlässlich einer Festlichkeit (z.B. Kindergeburtstag) von den Eltern des Kindes von zuhause in die Einrichtung mitgebracht werden.
O Ja O Nein

Besuch des Ökumenischen Kindergottesdienstes            O Ja  O Nein
Veröffentlichung von Fotos/Filmen die im Rahmen des Kindertagesstättenbetriebes oder auf Festen , Ausflügen usw. aufgenommen wurden
auf unserer Homepage www.kiga-maxundmoritz.de        O Ja O Nein

auf Ausstellungen        O Ja  O Nein

in der Presse                   O Ja O Nein

Name des Kindes: ______________________

___________  ______________  ________________________
Ort                         Datum                           Unterschrift beider Erziehungsberechtigter

 

Anlage 5
Einzugsermächtigung

__________________________   _________________________________
Name                                                             Vorname

__________________________  __________________________________
Straße/Haus Nr.                                         Ort

Hiermit erteile ich der Verbandsgemeinde Rodalben die Ermächtigung von meinem Konto _______________________________bei der _____________________
(BLZ___________________) nachfolgend aufgeführte Forderungen, bei Eintritt der Fälligkeit, abzubuchen. Die Einzugsermächtigung gilt bis zu einem schriftlichen Widerruf.

Bitte ankreuzen
O Krippenbeitrag
O Essensgeld

_________________,den ___________________________
Ort                                                Datum

________________________________________________
Unterschrift