Elternbriefe

„Von der erweiterten Notbetreuung zur eingeschränkten Regelbetreuung“

Liebe Eltern

am Mittwoch den 20.05.2020 wurden uns die

„Leitlinien des Kita-Tag der Spitzen Rheinland-Pfalz. Kindertagesbetreuung in einem Alltag mit Corona“

zugestellt.

Eine „Rückkehr zur Normalität“ in der Kindertagesbetreuung, wie wir sie vor der Corona-Krise kannten, ist derzeit nicht absehbar.

Unser Alltag wird noch über viele Monate von der Infektionsgefahr durch SARS-CoV-2 geprägt sein. Deshalb muss die Kindertagesbetreuung in dieser Zeit unter den Bedingungen der Infektionsgefahr neu überdacht werden.

Hierbei orientieren wir uns an den Beschlüssen der Jugend- und Familienministerkonferenz Rheinlandpfalz.

Folgende Ziele, welche in den Leitlinien verankert sind möchten wir erreichen:

1. Für jedes Kind wird ab Anfang Juni der Anspruch auf Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindertageseinrichtung, soweit es das Infektionsgeschehen, der mögliche Personaleinsatz sowie die Räumlichkeiten vor Ort zulassen, umgesetzt.

2. Kinder, die nach den Sommerferien eingeschult werden, erhalten schnellstmöglich, spätestens Anfang Juni, die Möglichkeit, in ihre Kindertageseinrichtung zurückzukehren, um gemeinsam einen Abschluss der Kindergartenzeit vor Eintritt in die Schule zu erleben. Diese Zeit sollte insbesondere genutzt werden, um den Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Schule zu gestalten und gleichzeitig mit Kindern alters- und entwicklungsentsprechend Verhaltensregeln (bspw. Hust- und Niesetikette, sich nicht gegenseitig ins Gesicht fassen, Abstand halten, Händewaschen) in den Blick zu nehmen und einzuüben. Auch die Bedeutung der Corona-Pandemie für die Kinder sollte alters -und entwicklungsangemessen pädagogisch aufgegriffen werden.

Zur Erreichung der genannten Ziele brauchen wir konzeptionelle und organisatorische Vorbereitungszeiten.

Damit möglichst alle Kinder – wenn auch in reduziertem Umfang – Betreuungsangebote in Anspruch nehmen können, bedarf es tragfähiger Konzepte. Da die Situation für alle neu ist, kann nicht auf Bewährtes zurückgegriffen werden, sondern Konzepte müssen entwickelt und fortlaufend auf ihren Nutzen geprüft werden. Die Gestaltung einer Kindertagesbetreuung im Alltag mit Corona unterliegt vielfältigen und fortlaufenden Abwägungsprozessen. Die Perspektiven von Kindern, Eltern und der Einrichtung unter Beachtung des Infektionsgeschehens sind auszutarieren.

Bis die Kapazitäten vor Ort ausreichen, muss davon ausgegangen werden, dass vielen Kindern und ihren Eltern zunächst nur ein sehr eingeschränktes Angebot, z. B. stunden- oder tageweise an Vor- oder Nachmittagen, zur Verfügung gestellt werden kann. Daneben muss als zweite Säule des Kita-Angebots auch weiterhin eine Betreuung mit einem höheren Betreuungsumfang bei Betreuungsnotlagen (insbesondere bei Alleinerziehenden oder voll berufstätigen Eltern) und aus kindbezogenen Gründen bereitgestellt werden.

Vorrangig werden die Kinder, die nach den Sommerferien eingeschult werden, aufgenommen. Die Anzahl der Kinder in den restlichen Gruppen beträgt z. Z. maximal 15 Kinder.

Um jedem Kind gerecht zu werden, unterschiedlicher Betreuungszeiten, möglicherweise auch den unterschiedlichen Bedürfnissen von Familien, und die Kapazitäten vor Ort optimal ausnutzen, müssen wir einen Belegungsplan erstellen. Dazu brauchen wir von Ihnen verschiedene Informationen. Bitte geben Sie uns ihre Betreuungszeiten so konkret wie möglich an, da wir die freien Kapazitäten an andere Familien vergeben können.

Bitte füllen Sie das Formular im Anhang aus und lassen es uns bis spätestens 27.05.2020 zukommen.

Oberste Priorität ist für uns die gleichzeitige Sicherung des Kindeswohls und des Gesundheitsschutzes für Kind, Erzieher und Eltern. Wir werden Maßnahmen ergreifen( Hygiene, Personaleinsatz etc.), die die Risiken einer Infektionskette vermeiden sollen.

Bleiben Sie gesund

Mit freundlichen Grüßen

ihr Kita Team