Notfallplan

Notfallplan der Gemeindekindertagesstätte

Max & Moritz

 

Um eine gute pädagogische Betreuung der Kinder in unserer Kita zu gewährleisten, müssen in der Gestaltung des Dienstplanes auch die „schwierigen“ Zeiten Beachtung finden.

Durch das Fehlen mehrerer pädagogischen Fachkräfte durch:

  • Urlaub
  • Krankheit
  • Fortbildung
  • Kündigung
  • Beschäftigungsverbot

ergeben sich Engpässe in der Kontinuität der Tagesabläufe.

Die Rituale, die den Kindern Sicherheit und Vertrauen geben, stehen in solche Zeiten nur vermindert zur Verfügung. Dies bedingt Konsequenzen, die in der päd. Arbeit mit den Kindern Auswirkungen haben.

Der Personalschlüssel ergibt sich aus der Betriebserlaubnis und der Genehmigung von Mehrpersonal des Kreisjugendamtes.

In Notsituationen kann auch auf Nichtfachkräfte, wie z.B. Hauswirtschaftskräfte, zurückgegriffen werden.

Dabei obliegt es dem Träger und der Einrichtungsleitung, bzw. Vertretung einzuschätzen, ob mit der Aufsicht der betrauten Mitarbeiterinnen in der Lage sind, die Verantwortung angemessen einzuschätzen und zu erfüllen.

Bei Unterschreitung des Personalschlüssels ist in der Gemeinde- Kita „Max & Moritz“ wie folgt zu verfahren:

  1. Bei Ausfall von Personal prüft die Kindergartenleitung (oder Vertretung), ob der Personalschlüssel unterschritten ist
  • Die Leitung/bzw. Stellvertretung muss klären,
  • wie viel Fachkraftstunden fallen für welchen Zeitraum aus
  • sind Frühdienst, Mittagsessensdienst, Schlafdienst, Spätdienst, und Angebot betroffen und wer übernimmt das Angebot der Erzieherin
  1. Wenn 1-3 pädagogische Fachkräfte fehlen:
  • Fehlt der Frühdienst, so kommt die Erzieherin, welche Zeitlich als nächste ihren Dienst antritt und übernimmt den Frühdienst.
  • Fehlt der Spätdienst, so wird er von der Erzieherin übernommen, die von der Dienstplangestaltung am nächsten ist.
  • Welche Dienste müssen übernommen werden? (Schlafen, Essen usw.)
  • Wie viele Fachkraftstellen fallen für welchen Zeitraum aus?
  • Verschiebung der Dienstzeiten der Teilzeitkräfte (bezahlt)
  • Übliche Angebote wie z.B. Turnen, Vorschularbeit können nur bedingt oder gar nicht stattfinden
  • Vertretungskräfte informieren, wenn vorhanden

Wenn 4 pädagogische Fachkräfte fehlen:

 

  • Eltern werden über Engpass informiert
  • Zugesagte Neuaufnahmen/ Eingewöhnungen können, wenn möglich auf einen anderen Zeitpunkt verschoben werden

Wenn mehr als 4 pädagogische Fachkräfte fehlen:

 

  • Kreis- und Landesjugendamt müssen informiert werden
  • Wenn keine Vertretungskräfte vorhanden sind wird in Absprache mit den Eltern eine Notgruppe eingerichtet
  • Notgruppe: die Gruppengröße von 25 Kindern (geöffnete Gruppe) und 10 Kindern (Krippe) darf nicht überschritten werden
  • Sind U3 Kinder anwesend, muss die Gruppengröße je nach Anzahl dieser abgestimmt werden (unter Berücksichtigung von besonderem Betreuungsbedarf, individuelle Besonderheiten usw.)
  • Die Kita kann ab 14 Uhr geschlossen werden.
  • Sind nur noch 4 ErzieherInnen anwesend, muss eine Notgruppe eingerichtet werden und eventuell Öffnungszeiten geändert werden .
  1. Die Leitung bzw. deren Vertretung leitet eigenständig Maßnahmen zum Ausgleich der Unterschreitung ein, durch:
  • Verschiebung von Dienstzeiten und Pausen
  • Einsatz von Vertretungskräften (wenn welche vorhanden sind)
  • Erhöhung der Arbeitsstunden von Teilzeitkräften auf bezahlter Basis
  • Wegfall von Verfügungs- und Leitungszeiten
  • Wegfall von Fortbildungen
  • Wenn möglich werden alle Kinder in einer Gruppe zusammengelegt. Hier darf die normale Gruppengröße (25 Kinder) nicht überschritten werden
  • Keine Gewährung von noch nicht genehmigtem Urlaub aus betrieblichen Gründen
  • Reduzierung des päd. Angebots
  • Reduzierung der Öffnungszeiten
  • Einrichtung einer Notgruppe (Grundsätzlich ist die Betreuung von U3 Kindern und Kinder berufstätiger Eltern vorrangig sicher zu stellen)
  • Schließung der Kindertagesstätte
  1. Sollten die Maßnahmen nicht greifen und die Aufsichtspflicht kann nicht mehr gewährleiste werden, meldet die Leitung dies an das zuständige Jugendamt.
  1. Der Träger entscheidet in Abstimmung mit der Leitung, welche der folgenden Maßnahmen erfolgt:
  • Längerfristige Erhöhung der Arbeitszeit von Teilzeitkräften
  • Reduzierung der Öffnungszeiten
  • Gruppenschließung
  • Schließung der Kindertagestätte
  1. Bei Öffnungszeitenreduzierung und Schließung der Kindertagesstätte sind die Eltern durch den Träger und die Kita -Leitung zu informieren.

Bei anderen Maßnahmen entscheidet die Kita – Leitung in wie weit eine Information der Eltern notwendig ist.

  1. Die Kindertagestätten – Leitung/ bzw. stellvertretende Leitung dokumentiert bei Unterschreitung des Personalschlüssel
  • Datum der Unterschreitung
  • Grund bzw. welche der Fachkräfte ausgefallen sind
  • Anzahl und Stundenanteile der ausgefallenen Mitarbeiter
  • Maßnahmen, die eingeleitet wurden und
  • eingesetztes Personal um die Aufsichtspflicht zu gewährleisten, um das Wohl der Kinder sicherzustellen und den Dienstbetrieb fortzusetzen.
  • Die Dokumentation ist an den Träger weiterzuleiten.

Planbare und zeitlich begrenzte Ausfälle wie z.B. Urlaub, Überstundenabbau oder Fortbildungsveranstaltungen eines Erziehers/ einer Erzieherin werden durch rechtzeitige und gut strukturierte Planung abgesprochen und geregelt und somit Maßnahmen zur Kompensation rechtzeitig getroffen.

Der Notfallplan muss jedes Kitajahr neu überprüft werden, da sich der Personalschüssel ändern kann.

Bei der Umsetzung der Maßnahmen ist immer die Relation Kinder-Erzieher zu beachten.

Die Eltern erhalten den Notfallplan zusammen mit dem Kita-ABC.

Münchweiler, den 18.12.2018

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Ortsbürgermeister, Georg Denz

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Maria Kauerz, Leitung

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Elternausschussvorsitzende